Fortbildungsveranstaltung & Alumnitreffen 2018

Liebe BVS-Mitglieder,

wir freuen uns, Sie am Samstag den 10. November 2018 wieder zu einer BVS-Fortbildung in Zusammenarbeit mit dem Alumni-Treffen Sprechwissenschaft/Sprecherziehung/Master der Universität Regensburg einladen zu dürfen. Die diesjährige Herbstfortbildung beschäftigt sich mit verschiedenen Themen der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung und gewährt Einblick in die Tätigkeit verschiedener Arbeitsbereiche. Eine Anmeldung erfolgt über http://www.bvs-bay.de/anmeldung-fortbildung-2018/. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Termin: 10. November 2018, 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Ort: Campus Universität Regensburg, Vielberthgebäude, Raum H 25 und H 26, 2. Stock

Im Anschluss an die Workshops findet um 18.30 Uhr die diesjährige Mitgliederversammlung mit folgender Tagesordnung statt:

TOP 1 : Bericht des Vorstandes
TOP 2 : Bericht des Kassiers und des Kassenprüfers
TOP 3 : Anträge (Anträge können bis zum 1. November beim 1. Vorsitzenden eingereicht werden)
TOP 4 : Neue Homepage
TOP 5 : Ausblick 2019
TOP 6 : Sonstiges

Nach der Mitgliederversammlung möchten wir gerne den Abend gemeinsam mit Ihnen im Restaurant „Unikat“ auf dem Universitätsgelände ausklingen lassen.

Wir freuen uns, möglichst alle BVS-Mitglieder bei der Fortbildungsveranstaltung und anschließender Mitgliederversammlung am 10. November 2018 ab 10.00 Uhr im Vielberthgebäude der Universität Regensburg, Raum H 25 und H 26 (2. Stock) begrüßen zu dürfen.

Das Programm:

10.00  Brigitte Teuchert, Christian Gegner Begrüßung
10.15 – 11.00 Vortrag und Diskussion Oliver Schumacher: Wie Du Dich als Trainer, Berater oder Coach vermarktest
11.00 – 11.45 Vortrag und Diskussion Heinz-Jörg Reichmann: Führt kundenzentrierte Kommunikation in Bankfilialen zu mehr Vertriebserfolg? Erkenntnisse einer empirischen Arbeit für die Beratungspraxis.
11.45 – 12.00 Pause
12.00  – 12.45 Vortrag und Diskussion Simon Keller: Unternehmenskultur? Gerne zukunftsfähig! Warum nicht mithilfe der Gewaltfreien Kommunikation?!
12.45 – 14.15 Mittagspause
14.15 – 15.45 Workshop Sandra Bergmann: Zeichnen Sie jetzt nichts…? (erster Teil)
14.15 – 15.45 Workshop Michael Berndonner: Storytelling im wissenschaftlichen Kontext
15.45 – 16.00 Kaffeepause
16.00 – 16.45 Vortrag und Diskussion Peter Besl: Frage-Antwort-Strukturen im politischen Fernsehinterview
16.00 – 16.45 Vortrag und Diskussion Alexandra Franke: Widerstand ist nicht zwecklos! Zur Gestaltung von Change-Prozessen in Unternehmen
16.45– 17.00 Pause
17.00 – 17.45 Vortrag und Diskussion Josef Möges: Stegreifrede – (K)ein Betätigungsfeld für Sprecherzieher?
17.00 – 17.45 Vortrag und Diskussion Martha Tanghe: Bereit für Veränderung? Kommunikation als Schlüsselqualifikation.
17.45 – 18.30 Vortrag und Diskussion Michael Diem: Haben Sie auch #digital? – Webinare, digitale Meetings, Videocalls: Best Practices
18.30 – 19.30 Mitgliederver-Sammlung BVS Christian Gegner

 

Herzliche Grüße aus Regensburg
Im Namen des gesamten Vorstandes

Christian Gegner        
1. Vorsitzender       

 

 

Zu einigen Vorträgen und Workshops:

 

Simon Keller:
Unternehmenskultur? Gerne zukunftsfähig! Warum nicht mithilfe der Gewaltfreien Kommunikation?!

„Mein Traum und mein Ziel – und wahrscheinlich Traum und Ziel jedes Menschen – ist eine Welt, die von lebensbereichernden Organisationen genährt und erhalten wird.“ (Marshall B. Rosenberg)

Was zeichnet eine zukunftsfähige Unternehmenskultur aus? Welchen Einfluss hat Kommunikati-on auf die Unternehmenskultur? Warum und wie kann gerade die Gewaltfreie Kommunikation einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur leisten? In der heutigen Zeit ist der Wandel für Unternehmen ein großes Thema – mit Schlagworten wie Digitalisierung, Generation Y oder Agiles Arbeiten. Bei diesem Vortrag wird der Blick auf den damit einherge-henden Kulturwandel gerichtet. Mit dem Fokus (Gewaltfreie) Kommunikation.

 

Heinz-Jörg Reichmann:
Führt kundenzentrierte Kommunikation in Bankfilialen zu mehr Vertriebserfolg? Erkenntnisse einer empirischen Arbeit für die Beratungspraxis. (ca. 30 + 15 Minuten)

Der Kommunikation von Kundenberatenden in Banken kommt eine besondere Schlüsselfunktion zu: Im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten sind Dienstleistungen nicht unmittelbar haptisch erlebbar und ihr Gebrauchsnutzen lediglich über Erläuterungen vermittelbar. Insofern haben Kundenberatende eine verbindende Funktion zwischen der Bankdienstleistung und dem Kun-den. Die Qualität der Kunden-Berater-Kommunikation kann als Differenzierungsmerkmal für ein-zelne Finanzdienstleister herangezogen werden.

Ausgewählte Elemente der kooperativen Kommunikation dienten als Grundlage für eine empiri-sche Analyse in 5 Sparkassen mit insgesamt 131 teilnehmenden Kundenberatenden. Im Zentrum des Interesses der quantitativen Studie stand die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen der kundenzentrierten Kommunikation von Kundenberatenden und ihrem Vertriebserfolg herge-stellt werden kann.

Die Erkenntnisse zu Teilaspekten der Gesprächstechnik und des Gesprächsverhalten sowie zu Rollenanforderung und Grundhaltung von Kundenberatenden können unter anderem Ansatz-punkte für die kommunikative Qualifizierung und Weiterbildung von Beratenden im Finanz-dienstleistungsbereich bieten.

 

Oliver Schumacher:
Wie Du Dich als Trainer, Berater oder Coach vermarktest

Nicht die Mitbewerber sind unsere größten Gegner, sondern unsere eigene Unbekanntheit. Denn Kunden können nur diejenigen beauftragen, die sie auch kennen. Oliver Schumacher, selbst seit 2009 als Verkaufstrainer und Redner tätig, erzählt seinen Weg vom Nobody in der Trainerszene hin zu einem der bekanntesten Verkaufstrainer in Deutschland:

  • Wie positionierst Du Dich richtig?
  • Wie verhandelst Du ein gutes Honorar?
  • Wie wirst Du bei Deiner Zielgruppe bekannt?

Oliver Schumacher ist Sprechwissenschaftler (M.A.) und sechsfacher Buchautor, der unter dem Motto „Ehrlichkeit verkauft“ im gesamten deutschen Sprachraum Verkäufern zeigt, wie sie auf Augenhöhe Kunden gewinnen.
https://oliver-schumacher.de/
https://www.youtube.com/c/oliverschumacherverkaufstrainer

 

Dr. Peter Besl:
Frage-Antwort-Strukturen im politischen Fernsehinterview

Aus kommunikativer Sicht sind politische Interviews ein fester Bestandteil an der Schnittstelle zwischen Bürgern und politischen Akteuren. Politische Akteure des hegemonialen Spektrums nutzen dabei die journalistische Darstellungsform des Interviews, um eigene Ziele und Interes-sen zu verfolgen (etwa Werbung in eigener Sache oder Abwerten des politischen Gegners). Sie sitzen dort aber Stellvertretern der Bürger gegenüber, die sie mit ihren bisherigen Entscheidun-gen, Positionen zu bestimmten Themen, Widersprüchen in Aussagen oder zweifelhaften Ent-scheidungen konfrontieren. Journalisten und Politiker haben folglich bestimmte Rollen zu erfül-len, die bei Live-Interviews gewissermaßen in actu zum Vorschein kommen. Politische Inter-viewgespräche zeigen bestimmte Eigenschaften, die im Widerspruch zu natürlichen Kommunika-tionsereignissen stehen. Zu nennen sind hierbei etwa Absprachen im Vorfeld und damit die Bin-dung an bestimmte (vereinbarte) Themen, die Vorbereitetheit, die klare Rollenverteilung und die damit einhergehende Stellvertreterrolle sowie das Vorhandensein mehrerer Adressaten, die nicht direkt am Gespräch teilnehmen, aber eine zentrale Rolle im gesamten Prozess einnehmen (Mehrfachadressierung).

Das Funktionieren einer Demokratie ist auf der Öffentlichkeit und der Redlichkeit der Politik aufgebaut und davon abhängig. Entsprechend problematisch ist es, wenn valide, repräsentative Umfragen zu dem Ergebnis kommen, dass über 75% der Bürger Politikerinnen und Politiker für wenig bis gar nicht glaubwürdig halten (Umfrage des ARD-Deutschlandtrends von 2013). Häufig wird Politikern unterstellt, auf Fragen nur ausweichend oder gar nicht zu reagieren.

Der Vortrag soll daher die Frage beantworten, welche Wahrscheinlichkeit innerhalb der politi-schen Sommerinterviews von ARD und ZDF gegeben ist, dass die Akteure Fragen beantworten oder nicht. Hierzu werden die Strukturen zwischen Frage und Antwort detailliert herausgearbei-tet und eine Systematik vorgestellt, die eine Aussage hierüber ermöglichen. Aus sprecherziehe-risches Sicht ist es von Interesse, die Charakteristika dieses Gesprächstyps und des Settings so-wie das erwartbare Verhalten der Akteure zu kennen.

 

Josef Möges:
Stegreifrede – (K)ein Betätigungsfeld für Sprecherzieher?

Die Stegreifrede ist von alters her Bestandteil der rhetorischen Theorie. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war in der Fachliteratur die Fähigkeit, aus dem Stegreif Reden zu halten, hoch angesehen. Mit Beginn der modernen Sprecherziehung Anfang des 20. Jahrhunderts wird die Stegreifrede jedochzunehmend kritisch betrachtet und verläßt deren Focus. Ist demnach die Stegreifrede in der Jetztzeit nicht mehr relevant? Kann die Stegreifrede überhaupt rhetori-schen Ansprüchen genügen? Welche besonderen Fähigkeiten benötigt ein/e Stegreifred-ner/-in? Können diese Fähigkeiten gelernt und vor allem auch gelehrt werden? Welche Trai-ningsansätze lassen sich daraus ableiten?

 

Sandra Bergmann: Workshop 90 Minuten:
Zeichnen Sie jetzt nichts…? (erster Teil…)

Auch dieses Mal sollen Visualisierungen den Alumnitag begleiten. Ihre/Eure Mithilfe in Form von sich-befragen oder vielleicht auch sich-abbilden lassen ist gefragt. Möge die Visualisierung grandios werden…
(Workshop)

Zeichnen Sie jetzt nichts…? (zweiter Teil…)

Graphic Recordung, Visual Fascilitation, visuelle Moderation…
Viele Namen bezeichnen die Begleitung von Veranstaltungen durch vor Ort gezeichnete Bilder.
Der Anwendungsbereiche und Ziele gibt es viele:
*lehren und lernen
*analysieren und integrieren
*erläutern und verstehen
*Komplexes abbilden
*vereinfachen

Nach einigen Experimenten rund um die Alumnitage in Regensburg gibt es nun wieder einen Workshop.

Die Teilnehmer bringen – gemeinsam mit der Workshopleiterin –, die Visualisierungen des bis-herigen Tages und die noch nicht visualisierten Schlüsselmomente in eine Form – von Begriffen zu Metaphern und Analogien und von dort zu neuen Visualisierungen. Mit und ohne Stift… und hoffentlich mit viel Spaß.

Das Endprodukt ist dann ein richtig großes Bild für die richtig große Alumnigruppe.

 

Martha Tanghe:
Bereit für Veränderung? Kommunikation als Schlüsselqualifikation.

Aufgaben und Veränderungen in Unternehmen sind vielfältig – so auch die Sprecherziehung.

Martha Tanghe leitet die Abteilung Innovation Facilitation & Methodologies bei OSRAM, einem Münchner High-Tech Unternehmen.

Impressionen aus dem Corporate Umfeld zeigen, wie Qualifikationen aus Rhetorik und Kommu-nikation kreativ eingesetzt werden und was sie bewirken.

 

Alexandra Franke
Widerstand ist nicht zwecklos! Zur Gestaltung von Change-Prozessen in Unternehmen

Widerstände sind ein gängiges Phänomen bei Veränderungsprozessen in Unternehmen. Oftmals werden sie dort als lästig und störend empfunden. Dabei sind Widerstand und Veränderung un-ausweichlich miteinander verbunden: Keine Veränderung ohne Widerstand – und ohne Wider-stand auch keine Veränderung! Die (Auf-)Klärung von Widerständen und deren Ursachen ist der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung von Change-Prozessen. Widerstände haben eine durchaus sinnvolle Funktion und unsere Aufgabe ist es, sie zu nutzen – also mit ihnen anstatt gegen sie zu arbeiten. Im Vortrag werden anhand eines Beispiels Tools und Tricks vorgestellt, wie sich Verän-derungsprozesse mit Hilfe von Kommunikation in Unternehmen gestalten lassen.

Dabei soll unter anderem auf folgende Fragen eingegangen werden:

  • Welche Ursachen und Formen von Widerständen gibt es?
  • Wie kann ich mit Widerstand positiv umgehen und seine Dynamik für mich nutzen?
  • Welche Maßnahmen gegen Widerstand kann ich präventiv bereits anwenden?

Michi Diem:
Haben Sie auch #digital? – Webinare, digitale Meetings, Videocalls: Best Practices
In einem kurzen Vortrag möchte ich Möglichkeiten aufzeigen, welche Aspekte der Digitalisie-rung es im Trainingsmarkt gibt, wie diese sinnvoll ein- und umgesetzt werden können und wo-rauf wir als Sprecherzieher*innen beim „going digital“ achten sollten.
Darüber hinaus soll Zeit zum Austausch sein sowie um Fragen in diesem spannenden Themenfeld anzureißen.