Fortbildungsveranstaltung 2013


Inhaltlich stand die Fortbildung der BVS-Bayern im Mai 2013 unter zwei zentralen Themen: Stimmbildung und Kommunikation im Hochseilgarten.
Den ersten großen Themenblock gestaltete Herr Uwe Schürmann (Präsident der Deutschen Vereinigung für Atemrhythmisch Angepasste Phonation nach Coblenzer/Muhar (DVAAP), Lehrlogopäde und Sprecherzieher (DGSS). Neben dem Grundverständnis der Atemrhythmisch Angepassten Phonation (AAP) wurden unter professioneller Anleitung bekannte Methoden und neue Methoden im Bereich der Stimmbildung selbst ausprobiert und auch unter didaktischem Gesichtspunkt besprochen.
Herr Thomas Völkl (Dipl.-Kaufmann, Sprecherzieher Univ./DGSS) gab im zweiten Themenblock eine theoretische Einführung zum Thema „Kommunikation im Hochseilgarten – Handlungsorientiertes Lernen auch in der Rhetorik?
Bald darauf trafen sich am 8. Juni die BVS-Mitglieder erneut zu einem Tag im Wipfelpfad Eschenbach in der Oberpfalz, um sich unter der Leitung von Thomas Völkl und Stephan Müller in schwindelerregender Höhe den eigenen Grenzen und der Kommunikation im Team zu stellen.
Den Höhepunkt der diesjährigen Fortbildungsreihe bildete die DGSS-Tagung in Regensburg vom 27. bis 29. September mit dem Thema “Normen und Werte in der Sprechwissenschaft – Theorien und ihre Anwendung in den Teildisziplinen der Mündlichen Kommunikation”. Die Großveranstaltung zog über dreihundert Besucher an und wurde dank der Mithilfe der BVS-Mitglieder sowohl für Fachkolleginnen und -kollegen wie auch Angehörige verwandter Berufsgruppen ein voller Erfolg.Im Anschluss an die Fortbildung findet die jährliche Mitgliederversammlung der BVS statt. Zu dieser laden wir auch alle Interessenten sehr herzlich ein.

                                                                                                                                                 

 


 

 

Kommunikation im Hochseilgarten – Handlungsorientiertes Lernen auch in der Rhetorik?

Der ReferentThomas Völkl (Dipl.kfm., Sprecherzieher, Hochseilgartentrainer und Demografiemanager) stellte in seiner workshoporientierten Präsentation im Mai die Fachrichtung der Erlebnispädagogik und die Theorie des „handlungsorientierten Lernens“ vor. Diese Einführung bildete die Basis für die Anwendung im Hochseilgarten (im Wipfelpfad Eschenbach in der Oberpfalz), wo drei Herausfordernde Situationen in einem Parcour unter fachkundlicher Betreuung durch zertfizierte Hochseilgartentrainer von einem 12-köpfigen Team überwunden werden mussten. Im sprecherzieherischen Kontext – neben gruppendynamischen Effekten – war es besonders spannend, die Art und den Stellenwert kommunikativer Handlungen bei der Bewältigung der gestellten Aufgaben und die Reflexion und Auswertung der Aufgaben am eigenen Leib beobachten zu können.
Mithilfe einiger Transferbeispiele wurden die Anwesenden auch anhand eigener Erfahrungen für diese Thematik sensibilisiert und bekamen einen ersten Einblick in den Bereich der Erlebnispädagogik und wie sich das Feld des handlungsorientierten Lernens in der Rhetorik im Hochseilgarten realisieren lässt.